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Wir sind ab nun regelmäßig im CHEMIE REPORT mit einer ÖGMBT-Kolumne mit den neuesten Entwicklungen aus der österreichischen Life Science Szene vertreten. Wenn Sie einen interessanten Beitrag dazu leisten wollen, richten Sie Ihre Anfrage bitte an die Geschäftsstelle!

 

 

Europaweit vernetzt

on 17 July, 2019
ÖGMBT-Mitgliedschaften bei internationalen Organisationen

Mitglieder der ÖGMBT sind über die europäischen Dachorganisationen FEBS, FEMS und EFB mit beinahe 100.000 Wissenschaftlern international verbunden und profitieren von zahlreichen Förderungen und Aktivitäten.

Biowissenschaftliche Forschung ist heute in hohem Maße international vernetzt. Es gibt kaum eine Gruppe, die nicht Kooperationspartner in anderen Ländern aufweisen könnte und deren Ressourcen und Kompetenzen nutzt. Die Vernetzung mit der internationalen Wissenschafts-Community ist deshalb auch eine der grundlegenden Aktivitäten der ÖGMBT. „Über ihr internationales Netzwerk ist die ÖGMBT mit beinahe 100.000 Wissenschaftlern verbunden. Daraus ergeben sich für unsere Mitglieder weitreichende Möglichkeiten zu Vernetzung, Karriereentwicklung und finanzieller Unterstützung“, sagt dazu ÖGMBT-Geschäftsführerin Alexandra Khassidov. „Gleichzeitig tragen diese Aktivitäten auch zur Sichtbarmachung des Life-Sciences-Standort Österreich bei.“ Wichtigste Knotenpunkte dieses Netzwerks sind die Mitgliedschaften der ÖGMBT in den drei Dachgesellschaften FEBS (Vereinigung der Europäischen Biochemischen Gesellschaften), FEMS (Vereinigung der Europäischen Mikrobiologischen Gesellschaften) und EFB (Vereinigung der Europäischen Biotechnologischen Gesellschaften).
35.000 persönliche Mitglieder aus 35 nationalen Mitgliedsverbänden zählt die FEBS. Österreich ist durch die am Uniklinikum Salzburg tätige Biochemikerin Barbara Kofler vertreten. Wie die ÖGMBT selbst veranstaltet die europäische Biochemiker-Gesellschaft einen jährlichen Kongress mit vorhergehendem „Young Scientists‘ Forum“; die Teilnahme an beiden Events wird seitens der FEBS finanziell unterstützt. Der Karriereentwicklung junger Wissenschaftler dienen mehr als 20 verschiedene Advanced Courses, Workshops und Summerschools. Eigene Summer Fellowships für junge Forscher ermöglichen Kooperationen im Rahmen wissenschaftlicher Arbeiten oder um neue Techniken an einer ausländischen Forschungseinrichtung zu erlernen. Zu einem „FEBS Education Ambassadors Meeting“, das die Verbesserung und Koordination der Universitätsausbildung in Molekularbiologie und Biochemie zum Ziel hat, entsendet die ÖGMBT den Grazer Uni-Professor Günther Koraimann.

Wo sich Mikrobiologen und Biotechnologen vernetzen

In der FEMS sind 30.000 Mikrobiologen aus 50 Mitgliederorganisationen vereinigt. Auch hier gibt es „Research and Training Grants“ für junge Wissenschaftler, die mit bis zu 4.000 Euro dotiert sind, sowie Unterstützung für die Teilnahme an Meetings der FEMS. Im Zweijahresrhythmus wird ein großer Mikrobiologie-Kongress organisiert. „Diesen Sommer wird es erstmals eine Summer School für Lehrer geben, da die Ausbildung von der Schule bis zur Uni zu den wichtigen Aufgaben der Federation zählt“, sagt BOKU-Forscher Michael Sauer, der die ÖGMBT als Delegierter vertritt. „Die FEMS kann sich aufgrund ihrer Größe Gehör zu wichtigen forschungspolitischen Themen verschaffen und bietet ihren Mitgliedern vielfältige Möglichkeiten sich zu involvieren und solche Themen einzubringen“, hebt Sauer hervor. Zudem fördert die Dachgesellschaft die Organisation von Tagungen der Mitgliedsgesellschaften in den Ländern, wovon die ÖGMBT heuer für ihre Jahrestagung (16.–18. September) und das internationale Symposium „miCROPe 2019 – Microbe-assisted crop production“ (2.–5.Dezember) Gebrauch machen wird. Diese Konferenz mit stetig wachsender Zahl von Teilnehmern aus Wissenschaft und Industrie wird heuer zum dritten Mal von der ÖGMBT in Zusammenarbeit mit dem AIT organisiert. In der EFB European sind 30.000 persönliche Mitglieder über Arbeitsgruppen, Sektionen, Journale und Events miteinander verbunden. Die thematische Bandbreite der Aktivitäten ist hoch und reicht von Pflanzen-, Lebensmittel-, Agrar- und Umweltbiotechnologie über die medizinische Biotechnologie bis hin zur industriellen Biotechnologie und Bioprozesstechnik und zur synthetischen Biologie. Karin Olek, die an den Wiener Max Perutz Labs Laboratories an ihrer Dissertation arbeitet, hat schon mehrfach von diesem internationalen Netzwerk profitiert: „Da ich ÖGMBT-Mitglied bin, konnte ich mich in den vergangenen Jahren sowohl für einen FEBS- als auch einen FEMS-Grant bewerben. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich die Möglichkeit bekam, an interessanten Konferenzen in Israel und in den Niederlanden teilzunehmen.

Weiterführende Informationen auf der ÖGMBT website.

Original Kolumne im Chemie Report 04/2019