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Zwei Jungwissenschaftler aus Wien ausgezeichnet

Tuesday, 10 October 2017 10:32

„Life Science Research Award“ für Sabrina Ladstätter und Paul Datlinger von der Österreichischen Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT).

Datlinger erhielt den Preis für seine Arbeit “Pooled CRISPR screening with single-cell transcriptome readout.” Aufbauend auf der als Genschere bekannten Technologie CRISPR hat er eine neue Methode entwickelt die es ermöglicht, tausende individuelle Zellen auf einmal zu untersuchen. Diese Methode kann neue Erkenntnisse über das Zusammenspiel von genetischen und epigenetischen Faktoren liefern, die unter anderem die Entwicklung der Leukämie beeinflussen.

Seine erst heuer publizierte Arbeit hat sofort für internationales Aufsehen gesorgt: Als Open-Source und damit für alle akademischen Institute frei verfügbare Methode wird sie bereits an 35 der renommiertesten Institute weltweit eingesetzt, unter anderem am Broad Institute of MIT und Harvard, an der Yale University sowie an der Stanford University, am Cold Spring Harbor Laboratory, Imperial College London und am Beijing Genomics Institute.

Forschungsergebnis kann Embryonen retten

In der Kategorie Grundlagenforschung erhielt Sabrina Ladstätter den Preis für ihre Arbeit “A Surveillance Mechanism Ensures Repair of DNA Lesions during Zygotic Reprogramming." Ihre Forschungen konzentrieren sich auf die frühen Stadien der Entwicklung eines Embryos: Sie hat einen Mechanismus entdeckt, der die Reparatur von DNA-Schäden beim männlichen Genom ermöglicht. Dies kann unter anderem den Verlust des Embryos und Unfruchtbarkeit verhindern.

ÖGMBT-Präsidentin Angela Sessitsch: “Bemerkenswert ist an den ausgezeichneten Arbeiten auch, dass sie aus einem außergewöhnlich starken Feld an Bewerbungen ausgewählt wurden. Dies spricht ganz besonders für die exzellente Qualität der Jungforscherinnen und Jungforscher in Österreich.”

(bai)

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